Wie schaffen Sie es, dass ihr Kind Mathematik nicht hasst?

So blöd es klingt, die Hauptaufgabe liegt bei Ihnen als Eltern. Sie sind dafür verantwortlich, dass ihr Kind eine positive Haltung zum Thema Rechnen und Zahlen aufbaut. Egal ob Ihr Sprössling sich in der Unterstufe oder schon in der Oberstufe befindet, Sie sollten immer positiv über Mathematik sprechen und offiziell auch eine positive Haltung diesem Thema gegenüber haben und diese auch im Beisein ihrer Kinder immer wieder kundtun. 

Prof. Dr. Silke Ladel, Didaktik-Professorin für Mathematik, meint dazu:

Das Schlimmste, was Sie Ihrem Kind antun können, ist zu sagen, dass Sie Mathe schon immer gehasst haben.

Sie ist auch der Ansicht, dass die prinzipielle gesellschaftliche Haltung zum Schulfach Mathematik dies zu einem Angst- und Problemfach werden lässt. Also wäre der erste Schritt ihrem Kind zu zeigen, dass Mathe nicht böse ist. 

Nichts beeinflusst Kinder mehr, als die Meinung, die ihre Eltern einem Thema gegenüber an den Tag legen. 

Es wird immer noch das Vorurteil von Elterngeneration zu Elterngeneration weitergetragen, dass Mädchen in Mathematik schlechter sind als Burschen. Viele Bildungsstudien zeigen aber, dass gerade zu Beginn einer Schulkarriere es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, was den Umgang mit Zahlen und die Rechenfähigkeiten anbelangt. 

Ganz wichtig ist es, dem Kind zu zeigen, dass es Mathematik immer wieder, für den Rest seines Lebens brauchen wird. Natürlich ist es schwer zu erklären, für welchen Bereich des Lebens eine Integralrechnung wichtig ist, aber das kleine Einmaleins und die vier Grundrechenarten sollte jeder Mensch beherrschen. So könnten Sie ihrem Kind Mathe zum Beispiel spielerisch beibringen, indem Sie beim Einkaufen Preise vergleichen oder Äpfel, Bananen oder ähnliches abzählen. Beim gemeinsamen Backen können Sie ihre Kinder messen und wiegen lassen oder suchen Sie bei Ausflügen gemeinsam nach geometrischen Formen in der Umgebung. Lernren kann Spaß machen und vor allem spielerisch geht es fast wie von selbst.  

Bauen Sie ihr Kind auf und schaffen Sie Erfolgserlebnisse in Mathematik

Wenn Ihr Kind bereits Angst vor Mathematik hat, ist es trotzdem enorm wichtig, Ihr Kind regelmäßig zu unterstützen und trotz einer schlechten Note zu loben. Es hilft hier mit Sicherheit nicht weiter Ihrem Kind zu drohen, dass es das Klassenziel nicht schaffen wird (das weiß es nämlich selbst auch) oder ihm zu sagen das es gar dumm sei.

Denn wer schon Angst vor Mathe entwickelt hat, dem hilft diese Art von negativer Unterstützung auch nicht weiter und der Schüler gerät schnell in einen Teufelskreis: Die Angst stört die Konzentration und verdirbt Ihrem Kind gar noch die letzte Lust an Mathematik, was zu schlechten Leistungen führt, was wiederum zu noch mehr Angst führt. Deshalb sollte eine Fünf in der Matheschularbeit kein Grund sein, ihrem Kind das Gefühl zu geben, ein Versager zu sein oder es durch Schimpfen und im schlimmsten Fall Anbrüllen völlig zu demotivieren. 

Vielmehr sollten Sie in so einer Situation versuchen, Ihrem Kind die Lust und den Spaß an Mathematik beizubringen. So kann es hilfreich sein, den oft übermächtig groß erscheinenden Lernstoff in einzelne kleinere Kapitel zu unterteilen und mit ihrem Kind Schritt für Schritt die Themen zu üben und zu wiederholen. 

Und vergessen Sie nicht darauf Ihr Kind oft zu loben, auch wenn die Rechenaufgaben noch so einfach oder klein erscheinen. Wichtig ist es zu Loben. Das wirkt sich positiv auf das Selbstbewusstsein aus und hilft, die Mathephobie zu bewältigen.

Und wenn der Lernstoff doch zu schwierig werden sollte, stehen Ihnen Mathe-Profis, wie lernflix, gerne zur Seite…

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